Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz

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 Großer Einsatz für das Thema „Umwelt“ an unserer Schule
Am Dienstag, 23.06.2020, zeigten vier Mädchen der Klasse 9A große Einsatzbereitschaft für die Umweltarbeit an der Schule. Zusammen mit ihrer Klassenleiterin Andrea Ritter überreichten Selina Paszek, Lea Steiner, Lara Harcevic und Yelizaveta Zubkova ihrem Schulleiter Oliver Brandt und der Umweltkoordinatorin der Schule Natalie Meister eine Spende über 100 € für weitere Umweltprojekte.
 
Das Geld hatte sich die Gruppe beim Verkauf ihrer nachhaltig selbsthergestellten Taschen, den „SaLLY-bags“, am Infotag der Fichtelgebirgsrealschule im März verdient. Dafür produzierten die Mädchen insgesamt 18 Taschen aus Tetra Packs, welche innerhalb kürzester Zeit von vielen Besuchern bestaunt und gekauft wurden. Den Löwenanteil der Herstellung übernahm dafür Selina Paszek, welche dabei sogar von ihren Familienmitgliedern unterstützt wurde. Für das überaus großzügige Engagement erhielten die Schülerinnen jeweils einen Mak-Gutschein, welchen Frau Meister überreichte. Ein solches Engagement für die Schule und die Umwelt verdient sehr großes Lob.
N. Meister
 Exkursion der 6. Klassen der Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz
in den vogtländischen Musikwinkel
Bereits 2006 fuhren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 zum ersten Mal in den vogtländischen Musikwinkel, um ihr Wissen zu Musikinstrumenten zu erweitern und zu vertiefen.
Auch dieses Jahr brachen die Klassen 6B und 6C  am 11. Februar 2020 Richtung Markneukirchen auf, um dort das Musikinstrumentenmuseum und eine Geigenwerkstatt (Musicon Valley) zu besuchen Zwei Tage später startete auch die Klasse 6A zu diesem Unternehmen. Nach einer Stunde Busfahrt war die vor 100 Jahren reichste Stadt Deutschlands erreicht. Der Handel mit Musikinstrumenten brachte damals so manchen Millionär hervor. Zwei Prachtvillen, die Zeitzeugen dieser glanzvollen Zeit sind, waren vom Bus aus zu sehen. Diese und viele andere Informationen zum Instrumentenbau im sogenannten Musikwinkel wurden bei der Führung durchs Museum gegeben. Interessant waren auch besondere Exponate, wie z. B. eine Geige aus Streichhölzern oder das Riesenakkordeon. Laut wurde es bei den Polyphonen, Drehorgeln und auch das Pianola begeisterte – Klavier spielen, ohne zu üben. Etwas Zeit blieb noch für die Tasteninstrumente in der oberen Etage. Hier konnte man u. a. die Instrumente der Barockzeit nicht nur sehen, sondern auch hören.
Als zweites Highlight bekamen die Schüler die einzelnen Arbeitsschritte des Geigenbaus erklärt und vorgeführt. Jeder konnte dabei die verschiedensten Materialien und Teile, wie z. B.  Ebenholz, geleimter Korpus, Schnecke, Zarge …, in die Hand nehmen. Je nach Zeit war es sogar möglich, selbst einmal zu hobeln oder mittels Ziehklinge die Oberfläche zu glätten. Fragen nach Arbeitsdauer und vor allem nach dem Preis wurden mehrfach gestellt.
Seit 2010 gehört zu Markneukirchen auch die Riesengeige, die sogar den Weg ins Guinnessbuch der Rekorde fand. Neben dieser steht gleich die Riesentuba. Beide Instrumente lassen den Besucher erstaunen.
Egal, ob es diese extrem großen Instrumente oder die Miniinstrumente in der Vitrine im Museum sind – die Markneukirchner stellten sich die Aufgabe:
Die Instrumente müssen spielbar sein.
T. Flechsig
 Zeitzeuge des Holocaust: Prof. Dr. Alexander Fried zu Gast
Die Chance einer besonderen Begegnung erhielten die zehnten Klassen der Fichtelgebirgsrealschule sowie der Alexander-von-Humboldt-Mittelschule am 13. Februar 2020. Organisiert von den Lehrerinnen Frau Meister und Frau König folgten die Schülerinnen und Schüler im Jugendzentrum Löschwerk 10 den Schilderungen von Prof. Dr. Alexander Fried, einem Überlenden des Holocaust.
Diesem ist es, eifrig unterstützt von seiner Frau Dr. Dorothea Woiczechowski-Fried, ein großes Anliegen, möglichst vielen jungen Leuten als Zeuge und Mahner einer schrecklichen Zeit zur Verfügung zu stehen. Der bald 95-Jährige hat eine Menge zu erzählen, angefangen von einer glücklichen Kindheit in der damaligen Tschechoslowakei, über die schlagartig veränderten Verhältnisse nach der Münchner Konferenz 1938 bis hin zu Verfolgung, Inhaftierung in drei Konzentrationslagern und einem Todesmarsch kurz vor Kriegsende. Das durch die Nazis begangene Unrecht aus direkter Quelle bestätigt nur die Gefahr von jeglichem Geschichtsrevisionismus. Bisweilen muss Professor Fried, von den eigenen Erinnerungen, aber auch aktuellen Befürchtungen übermannt, innehalten. Die besten Freunde, sein Vater und die sehr verehrte Mutter wurden alle in Konzentrationslagern ermordet. Der Lageralltag bestand aus Hunger, schwerster körperlicher Arbeit, ständiger Todesbedrohung und öffentlichen Hinrichtungen. Der Hass, der Millionen von unschuldigen Menschen durch die Nationalsozialisten widerfuhr, ist nicht zu begreifen oder wiedergutzumachen. Angesichts dieser entsetzlichen Erlebnisse appelliert der Zeitzeuge an das Gewissen der jungen Zuhörer. Sie sollten nicht gleichgültig sein, sondern ihre Chancen auf Lernen, Freiheit und Information nutzen, es könne jeder jeden Tag etwas Gutes tun. Erfreut zeigt sich Professor Alexander Fried über die interessierte Teilnahme in der anschließenden Fragerunde, welche noch einmal das Leid vor Augen führt, aber auch in der individuellen Verantwortung für eine bessere Welt mündet. Sichtlich berührt fasst Professor Fried schließlich zusammen: „Ihr habt keine Schuld, aber ihr müsst dafür kämpfen, dass Menschlichkeit siegt.“
J. Kostial
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