Workshop "My Plastics" an der FGRS

Firma PURUS PLASTIC GmbH aus Arzberg zu Besuch

Was haben ein Reitstall, eine Dachbegrünung und ein Openair-Konzert gemeinsam? Diese Frage wurde am 09.02.2017 für 17 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz geklärt. Es sind nämlich alles Orte, an denen man Produkte der Kunststoffbranche finden kann. Genauer gesagt spezielle Bodengitter und –matten der Firma PURUS PLASTIC GmbH aus Arzberg.

Gemeinsam mit PURUS PLASTICS stellte die Initiative MyPlastics des Kunststoff-Netzwerks Franken e. V. an diesem Tag das Ausbildungsrepertoire der Kunststoffbranche vor. Besonders wurde hierbei das Augenmerk der Schüler auf die verschiedenen interessanten Ausbildungsmöglichkeiten gelenkt. Speziell die Berufsbilder des Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, des Werkzeugmechanikers und des Stanz- und Umformmechanikers wurden dabei erläutert.

„Kunststoff wird für die Zukunft immer wichtiger - genau wie seine Ausbildungsberufe!“

Mit diesem Slogan startete Simone Rieß (MyPlastics-Referentin) ihren Vortrag und zeigte den Schülern auf, wo sie im alltäglichen Leben Kunststoff begegnen. Neben Kleidung, Schuhen und Zahnbürsten gibt es noch zahlreiche weitere Beispiele für den allgegenwärtigen Gebrauch von Kunststoff. Doch wieso ist Kunststoff so weit verbreitet? Der Werkstoff der Zukunft ist der Einzige, den man in fast jede Form bringen kann, die man anstrebt. Aus diesem Grund findet sich Kunststoff auch in vielen Branchen wieder, z. B. in der Automobil-, Verpackungs- oder Baubranche. Beispiele hierfür waren mitgebrachte Anschauungsmaterialien, wie Kunststofffensterrahmen (REHAU AG + Co.), ein Mini-Bodengitter (PURUS PLASTIC GmbH), ein Bobby-Car (SIMBA DICKIE Group) und eine  Radioblende eines Ford C-Max (Kunststoff Helmbrechts AG).

Anschließend stellte die Firma PURUS sich den Schülerinnen und Schülern vor. Stellvertretend für die Firma PURUS informierten Kristin Jeschke (Personalleiterin), Mark Schill (Ausbilder für Elektroniker) Dominik Weigl (Industriemechaniker) von PURUS PLASTIC die Jugendlichen über ihre Firma und präsentierten zugleich auch deren Ausbildungsangebot.

Die Schülerinnen und Schüler wurden danach durch Simone Rieß in Gruppen eingeteilt – der praktische Teil des Tages, der BERUFE-Parcours, konnte beginnen. Die erste Station stellte den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik dar und wurde von der Firma PURUS betreut. Hier konnten die Schüler lernen, wie mal Schaltpläne liest, und auch üben, dieses Wissen anzuwenden. Ein Elektroniker für Betriebstechnik lernt während seiner Ausbildung u. a. wie er Schaltschränke erstellt, die für den Betrieb der Maschinen notwendig sind. Die zweite Station widmete sich dem Mechatroniker. An dieser Station konnten die Heranwachsenden ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen. An Bausets konnten die Schülerinnen und Schüler Werkstücke de- und montieren. Für einen Mechatroniker spielt die Mechanik eine große Rolle. So ist er für die Installation großer Maschinen verantwortlich und benötigt hierfür auch Kenntnisse in Pneumatik und Hydraulik. Die dritte Station betrachtete den Beruf des Maschinen- und Anlagenführers. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was ein solcher macht, sollten die Schülerinnen und Schüler die Produktionsschritte einer Fertigungsanlage ordnen. Für einen Maschinen- und Anlagenführer ist ein umfassendes Prozesswissen wichtig, damit er diesen fortlaufend optimieren kann. Vierte und letzte Station des BERUFE-Parcours symbolisierte den Beruf Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Dieser ist für die Herstellung der komplexen Kunststoffprodukte verantwortlich. Wie wichtig die Einstellungen wie beispielsweise Drücke, Schließkräfte und Temperaturen sind, lernten die Schüler an Station vier. Hier konnten sie ein Mischverhältnis einer Bade-Ente berechnen.

  

Ein Dankeschön geht an Schulleiter Herrn Brandt und allen weiteren Mitorganisatoren für die gute Organisation und Planung. Allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern wünschen wir viel Erfolg bei der Berufsfindung und ihren Traum-Ausbildungsplatz – möglicherweise in der Kunststoffbranche!

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