5. Klassen im Schullandheim Weißenstadt

Sehr spannende und erlebnisreiche Tage verbrachten die 5. Klassen im Schullandheim in Weißenstadt. Ende September bzw. Anfang Oktober waren jeweils zwei 5. Klassen auf Exkursionen bzw. Nachtwanderungen unterwegs und als Forscher tätig.

Nach der Ankunft wurden die Regeln des Hauses von der Heimleiterin erläutert und die Zimmer bezogen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, wie das eigene Bett mit Bettwäsche zu überziehen ist, wurde die erste Hürde mit Hilfe der Tutoren und der Lehrkräfte gemeistert. Nach dem Mittagessen ging es am Nachmittag gemeinsam an den Weißenstädter See, um mit einer Stadtrallye die Umgebung zu erkunden. Die Verpflegung durch das Schullandheim war hervorragend und auch an die notwenigen Dienste zu Tisch wie Aufdecken bzw. Abräumen gewöhnten sich die Schüler recht schnell. 

       

An den Abenden wurde dann je nach Witterung ein Lagerfeuer mit Stockbrot veranstaltet oder eine sportliche Olympiade in der Turnhalle durchgeführt. Eine Klasse war jeweils mit Taschenlampen bewaffnet in der Dunkelheit unterwegs, um auf den Spuren der „Fichtelwichtel“ zu wandern. Sehr scheue Tiere, die komische Klicklaute von sich gaben. Unterwegs wurden brennbare Hinterlassenschaften der kleinen Wesen gefunden, ebenso wie weitere Spuren, die deren Anwesenheit bezeugten. Zu Gesicht bekamen wir leider keine Fichtelwichtel, vielleicht waren die Taschenlampen doch zu oft an in den dunklen Wäldern rund um den Waldstein. Wiederum andere Klassen durften an einer geführten Fledermausexkursion teilnehmen. Auch wenn das Wetter nicht optimal war, so konnten die Kinder mit Hilfe von Fledermausdetektoren zunächst die Anwesenheit akustisch wahrnehmen. Kurz danach konnte man im Lichtkegel der Taschenlampe die bereits angekündigten Fledermäuse über einem Teich auch optisch wahrnehmen. Die Detektoren kündigten jede neue Runde der Tiere an. Sehr interessiert und in alle Richtungen selbst weitere Fledermäuse erkundend wurde die Gegend erforscht.

Am ersten Abend spielte auch Heimweh eine Rolle, so war es für einige Schüler doch das erste Mal fernab der gewohnten Umgebung. An den weiteren Tagen wurde ein nahegelegener Bach auf dessen Zeigertiere untersucht, mit deren Hilfe es möglich war, die Gewässergüte zu bestimmen. Mit großem Eifer waren einige Gruppen dabei, möglichst viele der kleinen Tierchen zunächst im Bachlauf zu sammeln, um sie anschließend mit Hilfe von Vergleichskarten zu bestimmen. Großen Spaß machte auch die Erkundung von Gesteinen. Sehr anschaulich und altersgerecht hat die Geoparkrangerin Frau Roth den Kindern viele der in unserer Region vorhandenen Gesteine nahegebracht. Neben dem Grantler Granit, Steini, Basti Basalti oder Karlchen Kalk gab es noch viele weitere interessante Fundstücke, die zur näheren Bestimmung z. B. mit Hilfe von Säure zum Schäumen gebracht wurden. Ein weiterer Höhepunkt war auch der von jeder Gruppe in Eigenregie gebaute Vulkan und dessen simulierter Ausbruch in einem nahegelegenen Wald. Zwischen den Einheiten standen Kennenlernspiele und Bastelarbeiten an, so dass auch hier ein Beitrag geleistet wurde möglichst schnell und effektiv eine neue Klassengemeinschaft zu bilden. Natürlich kam auch die Freizeit mit Fußballspielen oder Aktivitäten mit den Tutoren nicht zu kurz. Alles in allem waren es sehr schöne Tage mit vielen Aktivitäten. Die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangstufe werden noch lange an die Erlebnisse in Weißenstadt zurückdenken.

Claus Lindner   

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